RE: Die Schwarze Allee

#71 von Christian , 27.11.2015 18:06

Das Landkrankenhaus eröffnete am 1.5.1903 in der Ketschendorfer Straße.
Danach zog das Landratsamt aus dem Zeughaus hier ein.

Ich denke der Markt für teure Eigentumswohnungen ist in Coburg nicht gegeben.

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RE: Die Schwarze Allee

#72 von Rolf Metzner , 27.11.2015 18:44

In Anlage ein Auszug aus der "Historie" des Klinikums Coburg.

Die in einem Gutachten 1887 kritisierten Zustände des herzoglichen Landkrankenhauses in der Allee hatten übrigens u.a. mit den Emissionen der benachbarten Vereinsbrauerei zu tun.
Man befürchtete, dass diese den Kranken schaden würden, zumal es deutliche Schmutzablagerungen dort in der Gegend gab (nicht umsonst hieß damals der untere Bereich des heutigen Gustav-Freytag-Weges, der direkt oberhalb der Vereinsbrauerei lag, Asche Straße).

Historie Landkrankenhaus Coburg.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)


 
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zuletzt bearbeitet 27.11.2015 | Top

RE: Die Schwarze Allee

#73 von gerd , 27.11.2015 19:50

Gibt es Erkenntnisse was sich auf dem Gelände des Krankenhauses an der Allee vor dem Neubau befand?
Standen dort evtl. Vorgänger Bauten oder war da nur Brachland?
Hinter dem Gebäude steigt ja das Gelände in Richtung Nordlehne erheblich an....

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RE: Die Schwarze Allee

#74 von Rolf Metzner , 27.11.2015 20:30

Zitat von gerd im Beitrag #73
Gibt es Erkenntnisse was sich auf dem Gelände des Krankenhauses an der Allee vor dem Neubau befand?
Standen dort evtl. Vorgänger Bauten oder war da nur Brachland?
Hinter dem Gebäude steigt ja das Gelände in Richtung Nordlehne erheblich an....


So schaut dieses Areal auf einem Stadtplan (Ausschnitt) von 1845 aus:

Stadtplan 1845, Ausschnitt.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

 
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RE: Die Schwarze Allee

#75 von Christian , 29.11.2015 12:55

Die Altbebauung des Landkrankenhauses lässt sich rekonstruieren.

Als zentrales Grundstück ist hier der Braun´sche Garten samt Wohnhaus zu nennen. Das Haus wird folgendermaßen beschrieben: 2 Stockwerke, unten mit Halbquadern, oben von Fachwerk gedeckt. Das Grundstück war seit 1843 in herzoglichem Besitz. 1859 verlegte das Ministerium die herzogliche Lackierwerkstatt hierher, die sich vorher an der Reitbahn am Glockenberg befand. Das Wohnhaus vermietete das Ministerium an das hiesige Bataillon als provisorisches Lazarett. Dieses Gebäude ist auf dem Plan von Rolf gut zu erkennen. Es handelt sich dabei um das querstehende Gebäude an der Ostseite der Allee Richtung Untere Klinge. 1860 wurde dieses Haus abgerissen. Jakob Lindner hat uns das Aussehen in einer Zeichnung überliefert. Die Lackierwerkstatt ist auf dem Urkasterplan von 1860 noch eingezeichnet. Sie wurde erst 1871 abgerissen und in der Kasernenstraße neu aufgebaut. Die Werkstatt grenzte an das heutige Anwesen Untere Klinge 1 an.

Dazu kamen noch der Fischersgarten mit einem Stadel, den ich geografisch nicht erfassen kann. Offenkundig handelt es sich aber um den südlichen Bereich des Krankenhaus-Areals, da dort der Biergarten des Bäckermeisters Fischer angrenzt, der anstelle des heutigen katholischen Gemeindezentrum eine Schankstätte betrieb.

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