So hallo ich bringe mal wieder ein neues Thema rein. Nachdem so viel über Gärten (Rosengarten, Federsgarten) geredet wurde, sollte nun mal ein eigener Beitrag rausspringen. Freue mich schonmal auf die Beiträge.
Jürgen, das habe ich auch lange gedacht, aber das ist nicht dieses Gartenhaus. Es gehörte zu einem Garten in der Stadt und ist vor knapp über 30 Jahren abgerissen worden.
Norbert, hat wieder mal voll ins Schwarze getroffen, gratuliere.
Dieses schöne Gartenhaus dürfte, wie das Leopold-Gartenhaus an der Judenbrücke im 18. Jahrhundert entstanden. Es gehörte zum Anwesen Oberer Bürglaß 10 (heute Verwaltungsgebäude des Landestheaters). Wohnhaus, Garten und Gartenhäuschen gehörten wohlhabenden Coburger Bürgern:
1813 Johann Melchior Alt, Hofadvokat 1837 Anna Susanna Alt, Hofadvokatenwitwe 1864 Heinrich Alt, Kaufmann
1868 Georg Holzhey, Privatier 1878 Margarethe Holzhey, Witwe 1903 Herzoginwitwe Marie von Sachsen-Coburg und Gotha
Als man 1969 daran ging, das Haus Oberer Bürglaß 10 zum Verwaltungsgebäude umzubauen, wurden der Garten eingeebnet und das Gartenhaus abgerissen. Heute befindet sich dort der Parkplatz der Theatermitarbeiter.
Tas "Türmle" war mir gut bekannt.(Wir hatten von den Pfadfindern dort drinnen das Zimmer )interessant aber das Tor rechts zum heutigen(?) Kindergarten.Das war repräsentativ und wurde ja abgerissen um rechts vom Tor einen Zugang zum Kindergarten zu schaffen,bzw.einen Durchgang rechts neben dem Tor für Fußgänger in Richtung Kath.Kirche.
Christian,was ist denn geschichtliches über das Bürglasstor bekannt?Ich hab den Eindruck,das dieses Tor früher anders ausgesehen hat.(die Ansicht mit den Zinnen war doch sicher nicht immer so gewesen?Das ist meiner Ansicht nach auch so eine romantische "Verklärung",wie sie eine Zeit lang praktiziert worden ist! Hinter den Zinnen versteckte sich ein mit Ziegeln gedecktes Satteldach,das man über eine eiserne Steigleiter ,welche sich in der Ecke des Treppenturms befand erreichte.In dem Dachboden konnte man nur in gebückter Haltung gehen.Hier schürten dann irgendwelche Leute ein Feuer und das bedeutete dann das "Aus" für das Bürglasstor! Zu den ehemaligen Garten,wo das Gartenhaus stand,hab ich in Erinnerung,das dort eine Zeit lang so richtig Gemüse(mit allen Drum und Dran) angebaut wurde.Der Garten war eine "Augenweite" wie man sagt!
Gerd zum Bürglaßtor gibt es einige Daten. Ich nenne sie mal kurz
1413: Erstmalige Erwähnung
1550: Eine Rechnung beweißt einen Turmwächter auf dem Bürglaßtor
1743: Das Bürglaßtor ist ein zweigeschossiger Turm mit einem Zelt- und Satteldach
1802: Auf Antrag von Prinz Friedrich Josias wird das Bürglaßtor bis auf die Tordurchfahrt abgerissen. Grund hierfür ist die Anlegung des sogenannten Prinzengärtchens, gegenüber des Bürglaßschlößchens.
1809-12: Wiederaufbau des Bürglaßtor im neugotischen Stil. Es erhält jenes Aussehen, wie es bis zum Schluss zu sehen war.
1819: Die steinerne Brücke über die Allee wird errichtet. Ihr Vorgänger war mit einem Schlagbaum versehen.
1864: Der Architekt Wilhelm Streib errichtet einen kleinen Treppenturm neben dem Bürglaßtor. Damit soll der Zugang zum Turmzimmer erleichtert werden.
Christian,interessante Aufnahme.Da ist doch dann auch Euer Anwesen (Rückteil)zu sehen? Das Gartenhaus ist hier wirklich gut zu sehen und stand so,wie ich es noch in Erinnerung hatte,(Praktisch mit der Längsseite an der alten Stadtmauer,die damals in der Allee noch zu sehen war.) Obs alte Ansichten vom Tor gibt?Bevor Josias das Tor hat abreißen lassen? Es gibt ja die diversen Ansichten von Coburg,meist vom Judenberg aus gemalt.Da ließt man zwar einen Hinweis auf das Tor,aber die Ansichten sind meist nicht genau. Als wir zum ersten Male dort in dem Zimmer waren,das dürfte so um 1963(?) gewesen sein.Wir haben das dann innen renoviert,und es war dann über Jahre hin das "Stadtheim" von uns. Den Anliegern,welche damals noch in dem angrenzenden Haus bzw. im Gartenhaus wohnten,war aber die Anwesenheit der Pfadfinder gar net recht!Von dem Treppenturm ging nämlich eine Tür in den Garten und dort hatten wir im Winter Brennholz gelagert und es stand ein Kübel für die Asche.-Da gab es immer Ärger,wenn wir dort waren,obwohl das mit der Stadt Coburg so vereinbart war,das wir die wenigen Q Meter dort nutzen konnten.(es blieb halt auch nicht aus,da keine Toilette vorhanden war,das sich manche dort meist mit "kleinem Geschäft" erleichterten!