Im Jahre 1858 eröffnete in Coburg der erste Personenbahnhof in der Lossaustraße. Mit der Bahn konnte man damals nur nach Eisfeld (Werrabahn) und nach Sonneberg fahren. Die Strecke nach Lichtenfels wurde erst 1859 eröffnet.
Man könnte ja heutzutage vermuten die Deutsche Bahn habe von dem Jubiläum was mitbekommen und wolle deshalb unseren Bahnhof nicht sanieren - damit die Kunden mal sehen dass sich in den letzten 150 Jahren nichts verändert hat - innen und außen, im Gegensatz zum Bahnhofsplatz.
Das habe ich nie verstanden, wie man sich für so einen Verein begeistern kann. Der Deutschenbundesbahn geht es doch am Arsch vorbei wie ihre Gleise und Bahnhöfe ausschauen,wenn man den Coburger Güterbahnhof so anschaut,denkt man in 2 Km kommt die Zonengrenze und da ist Deutschland ja sowieso zu ende. Ich War ca. 50 Jahre mit den Coburger Güterbahnhof konfrontiert und habe den verfall mitbekommen. Zum Bild.Der Güterbahnhof zwischen 1980 und 2005.
Lieber Norbert, die Bilder müssten viel größer veröffentlicht werden, dann bekommen sie anklagende Wirkung. Auch wenn schon das Miniformat erahnen lässt, in welch jammervollem Zustand die Anlagen sind. So kriegt die deutsche Bahn (Bundesbahn, das war einmal) keinen Verkehr weg von der Straße.
In Antwort auf:So kriegt die deutsche Bahn (Bundesbahn, das war einmal) Auch ein anderer Namen brinngt diesen " Verein" nicht weiter. -------------------------------------------------------------- Verkehr weg von der Straße. Dieses Spiel geht doch schon seit 35 Jahren und was haben sie erreicht ? noch mehr Trojanische LKW,s auf unserer Autobahnen,und weil noch mehr an den Autobahnen kaputt geht,muß die PKW-Vignette kommen und nicht wegen des Ozongehabe. ( Siehe die Müllverbrennung in Neapel,haben die eine andere Ozonschicht? ).
Die DB und die Post sind doch die größten Ozon Verursacher,die haben von der Stecknadel bis zum Maschinentransport ihre Finger im Spiel. kein Trojanischer LKW fährt durch Deutschland ohne das die 2 nicht absahnen.
Wie heißt doch der schöne Spruch? Ach, ja: "Wer nichts ist und wer nichts kann, geht zur Post oder Eisenbahn" Und da erwartet Ihr etwas anderes?? Ich nicht! Jürgen
Zum aktuellen Bahnhof suche ich noch Infos / Fotos zum Innenleben. Bevor der "Umbau" im Bahnhof stattfand, kann ich mich noch erinnern, dass früher links neben dem Eingang zum Rustikana ein Bücherkiosk war, der heutige Bücherladen war Warteraum (?), wo der Bahnschalter ist, war Gepäcklager und es gab eine Münzwaage. Hat vielleicht noch jemand Fotos von innen bzw. weitere Erinnerungen ? Wie war das denn damals bevor die neue B4 gebaut wurde ? Seit wann gibt es denn die Gleisunterführung ? Fragen über Fragen ....
Bezüglich der Bahnhofsgaststätte kann ich weiterhelfen. Im Coburger Hotel- und Gaststättenführer von Jürgen Otto, hrsg. vom Veste-Verlag, sind Ansichten von dem Innenraum des Lokals zu sehen.
Ich kann mich noch an den Wartesaal erinnern, wo heute die Bahnhofsbuchhandlung zu finden ist. Die alte Buchhandlung befand sich in einem Laden Richtung Gleise, auf der linken Seite.
Die beiden Unterführungen entstanden mit der Höherlegung der Bahngleise zwischen 1911 und 1923.
Beim Ausbau der Stadtautobahn verschwanden damals zahlreiche Bauten der Bahn. Auf Höhe von Ed´s Bräustüble befand sich ein Stellwerk, welches später durch ein Neues,Richtung Bahnhof ersetzt wurde. Es gab auch eine Bahnmeisterei an der Adamistraße, dort wo heute die Ausfahrt zur Callenberger Unterführung sich befindet. Auch dieses Gebäude wurde abgerissen. Ferner wich ein Wohnhaus für Bahnarbeiter dem Bau der Stadtautobahn. Dieses befand sich an der Ecke Adamistraße / Gabelsbergerstraße / Rummental.
Danke Christian, Die Bilder aus dem Otto Buch kenne ich. Die Buchhandlung war mal Links vor den Gleisen, aber erst später. Zuvor gab es eben diesen Kiosk, in dem der Bäcker Reißenweber heute seine Waren anbietet.
Zum Innenraum des Bahnhofs fallen mir noch die "Bahnsteigsperren" ein.Da standen am Anfang der Unterführung,wo links und rechts die Treppen hoch zu den einzelnen Bahnsteigen führen, ein oder waren es zwei(?) kleine "Häuschen", in denen ein Bahner saß und die Fahrkarten kontrollierte.,Wollte man mit auf den Bahnsteig,um z.B seine Freunde zu verabschieden, mußte man sich eine extra "Bahnsteikarte" lösen(kostete damals glaube ich -,10 Pfennige)-und die wurde dann auch von dem Bahner entwertet indem er sie mit einem "Locher"abknipste. Der jetztige Zugang zur damaligen Adamistraße bestand bis dato nicht und ist erst mit dem Ausbau der Stadtautobahn geschaffen worden. Ach ja,und quer zu der Unterführung waren Absperrgeländer vorhanden,damit nicht einer an der Bahnsteigsperre vorbei gehen konnte.
Kann mich gut erinnern,wennn meine Schwester mit dem Zug zu Besuch kam,und sich eine Menge Reisende zur Bahnhofshalle schoben.Das dauerte dann immer "eine Ewigkeit"bis die Leute alle durch die Bahnsteigsperre durch waren!Und es wurde Ausschau gehalten,ist sie dabei oder kommt sie mit einen anderen Zug?War sie dann entdeckt wurde das freudig bekannt gegeben:"Sie kommt!!"Und manche nahmen die Angekommenen sofort in die Arme,was zusätzlich zu einer Stockung führte. In den 50er Jahren waren halt noch die Züge "brechend" voll!
Übrigens,zu besagtem Stellwerk, dürfte ein Forumsmitglied schöne Aufnahmen haben!Das war ein großes Stellwerk, welches dann dem viel kleineren Stellwerk weichen mußte. Wer weiß es?-Wieviele Stellwerke waren im Coburger Bahnhof und im Güterbahnhof vorhanden?(Noch!!-gibt es sie alle, jedoch ohne Funktion) Wann werden auch sie verschwunden sein?-Genauso wie die alten Flügelsignale, die schon durch moderne Licht Kp Signale ersetzt wurden? ....geht ja net an, das in Zukunft der ICE irgendwann einmal in Coburg hält und dann lassen die den Zug mit scheppernden Flügelsignalen wieder abfahren!??
Ich glaube, Ihr irrt! Dort, wo heute die Bahnhofsbuchhandlung ist, befand sich nach meiner Erinnerung kein Wartesaal, sondern der Expressgut- und Reisegebäckschalter. Der 1. Klasse Wartesaal befand sich vorne links hinter der Bahnhofsbuchhandlung - direkt wenn man von der Lossaustraße den Bahnhof betrat war links die Bahnhofsbuchhandlung (Inhaber war die Fam. Albrecht). Wenn man daran vorbei ging - parallel zur Lossaustraße (war ein kleiner Gang) war links der Zugang zur Buchhandlung und rechts ein Ausstellungsfenster; am Ende (nach geschätzten 8 bis 10 m) war dann der Zugang zum Wartesaal 1. Klasse. Den Wartesaal der 2./3. Klasse erreichte man, wenn man dem Gang vor der Sperre - links an den Toiletten vorbei - folgte. Die Getränkeausgabe war hier ganz vorne und wurde vom Wartesaal der 1. Klasse mit bedient. Die Sperre bestand aus zwei "Häuschen", wie Gerd schon vermutete. Der dort damals auf der linken Seite vorhandene Kiosk war bis in die 60er Jahre eine Verkaufsstelle für Obst, Blumen usw. Vor der Sperre befand sich eine mächtige rechteckige Säule, die immer ein beliebter Standort war, wenn man auf jemanden wartete. War auch am Samstag Abend immer gut besucht, wenn der Zug aus Neustadt kam... Gruß Jürgen