Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 113 Antworten
und wurde 15.454 mal aufgerufen
 Coburger Geschichte
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8
gerd Offline



Beiträge: 4.384
Punkte: 4.482

14.12.2005 18:15
#46 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Zu dem Autor Dr.Albin Schuberth.Ich habe ihn persönlich gekannt.Da er im Krieg seinen linken Unterarm verloren hatte und kein Auto besaß,machte er seine Recherchen und Touren für das Buch alle mit dem Fahrrad und mit einer Hand!!Das ist schon allein eine Leistung!!

Christian Offline



Beiträge: 5.737
Punkte: 5.931

14.12.2005 19:18
#47 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Ich sehe die ganze Sache gelassen.
Fakt ist das 1843 ein Ministerialbeamter aufgrund einer Akte aus dem Jahre 1734 an der Bärenbastei mit Erlaubnis von Herzog Ernst I. Ausgrabungen vorgenommen hat. Es wurde damals nichts gefunden. Also stellt sich die Frage ob die Bärenbastei den Ausgangspunkt eines Geheimganges darstellte, schon gar nicht mehr.

Das in einer Akte des Coburger Staatsministeriums ein Hinweis auf einen Gang zwischen Veste und Stadt zu finden war, halte ich nicht für ausgeschlossen, wenn es diesen Gang wirklich gegeben hätte. Ich möchte auch nicht wissen was in den Geheimakten unserer Regierung zu finden ist. Sowas hat es sicher auch damals schon gegeben.


Exil-Coborcha Offline



Beiträge: 1.631
Punkte: 1.631

14.12.2005 22:47
#48 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

ich glaube der type vom archiv weiß was über den geheimgang, den er entdeckt hat. er will uns nur nicht daran teilhaben oder darf es uns nicht verraten und deshalb dieser einsatz

Exil-Coborcha Offline



Beiträge: 1.631
Punkte: 1.631

14.12.2005 22:49
#49 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

im ernst: also die ganzen thesen von den damaligen mittel muß ich wiederlegen. ich meine wer eine burganlage von der größe bauen kann, kann auch nen graben buddeln! und es wäre nicht die einzige burganlage mit unterkellerung. zudem ist es ja auchnet die einzige unterkellerung am festungsberg.

ich glaub noch weiter fest drann. und das bernsteinzimmer liegt gleich daneben

Archiv der SGC ( Gast )
Beiträge:

15.12.2005 11:36
#50 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Ich hatte gestern Abend ein sehr interessantes und ausführliches Gespräch mit einem ehem. Luftwaffenpiloten!
Er erzählte mir (leider tut er das nur selten), daß er am 24.04.45!!! - er gehörte zum JG 300 Kennung gelbe 13! - zu einem Schüttbombenangriff mit 11 anderen FW 190 D9 auf den Eisenacher Bahnhof aufstieg. Er hatte die Erlaubnis von seinem Kommandeur über Coburg zum eigenen Feldflugplatz Neustadt/Kleve zurückzufliegen! (War üblich, da ein direkter Rückflug sonst den eigenen Platz verraten hätte!) Da er im Radio von Straßenkämpfen ua. in Coburg hörte, flogen sie im Tiefstflug (max. 100mtr.!) über den Lokschuppen Richtung Brockardt und Kanonenweg und kurvten nochmals ein. Sie bemerkten keine Straßenkämpfe und brennenden Häuser, auch stießen sie auf keinerlei Abwehr! Eine Verwandte teilte ihm später mit, daß sie erst dachten, es wären einige verrückte Amerikaner bis sie die Hoheitszeichen auf den Flächen erkannten.
Er berichtete außerdem, daß er Ende September 1945 auf der Brandensteinsebene war und dort blutenden Herzens ca. 10 FW 190 D9 (Reihenmotor - Vorstufe zur TA 152 für die, die mit dieser Bezeichnung nichts anzufangen wissen!) in Reihe stehend (!!!!!!!!!!!!!!!!), aber ausgeschlachtet vorfand!
Stehend! - Jetzt frage ich mich:
1. Nach einer Bruchlandung ist normalerweise der Propeller verbogen und das Fahrwerk weggerissen!
2. Nach einer Bauchlandung ist auch der Propeller verbogen und die Maschine äußerst stark beschädigt! Auf jeden Fall wäre die Technik, die zum Ausfahren des Fahrwerks nötig wäre, absolut unbrauchbar! 1945 durch Ersatzteilversorgung außerhalb des Heimatplatzes für eine Reparatur unmöglich!

Für meine Quelle lege ich meine Hand ins Feuer! Gerd - Er kannte auch Schanzi!


Jetzt seit Ihr dran!

Archiv der SGC ( Gast )
Beiträge:

15.12.2005 12:59
#51 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Das mit den Kellern unter der Veste ist schon in Ordnung, denn auf einer Bergkuppe ist erfahrungsgemäß der Grundwasserspiegel sehr tief - denk an den Brunnen! Aber das Problem wird mit zunehmender Fläche und talwärts potenziell größer!
Aber ich kann dich beruhigen - so ein Geheimgang wär´schon nicht schlecht!

Archiv der SGC ( Gast )
Beiträge:

15.12.2005 18:03
#52 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Habe übrigens 5 Kartuschhülsen von diesem Beschuß?
Bodenkennung: 105 MM M14 (Kaliber / aus welcher Waffe darf diese Munition verschossen werden! In diesem Fall eine mit zylindrischem Patronenlager mit einer Hülsenlänge von 371mm!)
Typ I (Geschoßart: Sprenggranate)
LOT GL - 1 - 116 (Herstellungslos d.h.: Aus einer Marge Messing, Stahl, Zündmittel sowie Schießpulver kann man eine begrenzte Anzahl solcher Granatpatronen herstellen! Sollte eine dieser Komponenten bei der Herstellung verbraucht sein, wird dieses Los eingestellt, d.h.: Es wird nicht einfach eine andere Komponente verwendet, sondern es wird ein neues Los zusammengestellt! Falls dieses erfolgrei gewisse Tests durchlaufen hat, bekommen die Hülsen diese Losnummern und einen Abnahmestempel! In diesem Fall eine runde brennende Granate! Falls ein Unfall passieren sollte, kann man sofort anhand dieser Daten die Munition zurückrufen und den Fall bis ins Detail aufrollen!
1944 (Herstellungsjahr)
Diese Codierungen gab es Übrigens auch bei den Deutschen! Auf allen Gegenständen!!!! Man konnte damit auch relativ leicht Saboteure feststellen, da damit die Zahl der an der Herstellung beteiligten auf ein absolutes Minimum eingegrenzt werden konnte!
Nehmen wir z.B. an: Die Kennung lautet: agb (einer hat beim Waldrich Mist gebaut!)
agc - Dornburg
eke - Möbelfabrik Albrecht Weitramsdorf
kys - Wagner/Polstermöbel/Siemau-Scherneck usw. usw. + Losnummer!

gerd Offline



Beiträge: 4.384
Punkte: 4.482

15.12.2005 18:10
#53 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Hallo Andreas,ich hab den Eindruck,das Bewegung in unsere Nachforschungen über die FW 190 auf der Brandensteinsebene kommt!Ich bin erfreut über deinen Bericht hier und habe sofort meinen Freund Kalle in Arnstein angerufen um ihm das mitzuteilen.(Kalle hat mittlerweile ein Archiv über abgestürzte Flugzeuge (Deutsche/Amerikaner/Engländer) hier im Oberfränkischen/Thüringer Raum.(Z.T.auch Exponate).
Wir meinen,das die FW 190 zum J.G.2 gehörten,die kurz vor Kriegsende aus dem Raum Hanau in die Tschechei verlegten,und auf der Brandensteinsebene landeten.Hier sollen Maschinen bruch gemacht haben und es sollen auch Piloten dabei ums Leben gekommen sein.Das ist momentan die brennendste Frage.Ob der Pilot was darüber weiß??

gerd Offline



Beiträge: 4.384
Punkte: 4.482

15.12.2005 18:18
#54 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten
Bei den Hülsen 105MM M14 handelt es sich um Amerikanische??
Da gab es doch vor langer Zeit von der Fa. REVELL einen Bausatz einer 105 MM Haubitze.War das nicht das Standartgeschütz der Amis??

Archiv der SGC ( Gast )
Beiträge:

15.12.2005 18:24
#55 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Über einen eventuellen Bruch weiß er nichts! Aber eines muß doch aus dem gesehenen klar sein: Die Piloten, die diese Maschinen landeten waren keine Bruchpiloten!!! Sonst hätten die Maschinen nicht normal dagestanden! Zwecks des Geschwaders muß ich ´mal vorsichtig nachkitzeln. Das Problem wird nur sein: Hat er Beziehungen zu diesem gehabt, dann merkt man sich so etwas leichter! Und ist nach der Ausschlachtung überhaupt noch etwas davon zu sehen? So ein Stück Alublech ist in schlechten Zeiten schon etwas feines! Definitiv waren Rümpfe, Flächen und Fahrwerk nicht deformiert!

gerd Offline



Beiträge: 4.384
Punkte: 4.482

15.12.2005 18:39
#56 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Ich zitiere mal aus dem Buch von Sandner:1945-Seite 183 unten rechts-2.4.45,Eine Gruppe von 20 Jagdflugzeugen vom Typ FW 190 fliegt aus Hanau an und versucht auf der Brandensteinsebene zu landen.Für die schnellen Maschinen ist die Landebahn zu kurz.Über die Hälfte der Maschinen geht zu Bruch,mehrere Piloten kommen ums Leben.--Nachforschungen liefen bisher zu J.G.2,alles andere,was die Piloten betrifft,ist (noch) im Dunkeln.Woher die Nachricht von Sandner stammt,entzieht sich bis jetzt meiner Kenntnis-evtl. könnte er selbst etwas dazu sagen?

gerd Offline



Beiträge: 4.384
Punkte: 4.482

15.12.2005 18:46
#57 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Schanzi berichtete mir,das lange Zeit 2 "Störche" ausgeschlachtet auf der Brandensteinsebene standen.Er hat sich damals auch an dem "Schlachtfest" beteiligt und ein Teleskopbein mit dem Rad abgesägt.Das lag sehr lange Jahre dort im Garten.Es wurde dann Günther Sengfelder für sein Privates Flugzeugfahrwerkmuseum in Zirndorf angeboten,allerdings ohne Erfolg.Auch so eine Story aus dem Garten dort oben!!

Archiv der SGC ( Gast )
Beiträge:

15.12.2005 18:58
#58 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Gehen wir doch ´mal logisch vor!
Wenn die Maschinen standen, dann gibt es für mich zwei logische Erklärungen:
1. Die Maschinen landeten wegen Spritmangel oder verirrt (eher unlogisch bei dem Ausbildungsstand auch´45!) und der Restsprit wurde in die anderen umgepumpt um wenigstens diese in Sicherheit zu bringen! Ich kann mir kaum vorstellen, daß zum damaligen Zeitpunkt auf der Brandensteinsebene soviel Sprit vorhanden war um alle Maschinen aufzutanken!
Das 2. was mich stutzig macht, ist: wo sind die 10 Piloten die tot sein sollen? Ich weiß jetzt den genauen Zeitpunkt nicht, aber März - April ´45 hätten sie diese schnellstens neben dem Flugfeld begraben! Oder haben sie wie Oberst Hans-Ullrich Rudel sich zu zweit in die Kabine gezwängt, um die lebenden (kein Bruch!) Kameraden nicht im Stich zu lassen! (Werde mich ´mal schlau machen, ob das überhaupt möglich war!) Im Regelfall - wenn sie zurückbleiben mußten, sammelte die Wehrmacht die Lebenden und Verwundeten ein, um sie so schnell, wie möglich der Front zuzuführen!

Archiv der SGC ( Gast )
Beiträge:

15.12.2005 19:01
#59 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Ich kann mir sehr gut vorstellen, das dieser Jagdpilot die Störche absichtlich übersehen hat! Diese Lufttaxis waren unter seiner Würde - könnte ich auch verstehen!

gerd Offline



Beiträge: 4.384
Punkte: 4.482

15.12.2005 19:04
#60 RE: Orte der Zerstörung - Coburg am Ende des 2. Weltkrieges Zitat · antworten

Und das ist auch die Frage,die mich bewegt:wenn es mehrere Tote Piloten gegeben haben sollte,hat man die einfach "verscharrt"?? Kann ich mir nicht vorstellen!Welche Friedhöfe lagen der Brandensteinsebene am nächsten?-Cortendorf und Seidmannsdorf?-der Coburger Friedhof?.Anfragen dort bisher erfolglos!

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8
 Sprung  


Xobor Ein Kostenloses Forum von Xobor.de
Einfach ein Forum erstellen