Der Bäckermeister Kraft hatte seinen Betrieb im Haus Unterer Bürglaß 1 (heute Naturkostladen Wegwarte, früher Bäckerei Schwarzer) Der hier erwähnte Stadel stand an der Stelle des Forkel´schen Gartens am Oberen Bürglaß, also an der Ecke Oberer/Unterer Bürglaß.
Der heutige Bürglaßbrunnen im Unteren Bürglaß Der Brunnen vor dem Bürglaßschlößchen, der später in den Bürglaßgarten versetzt wurde Dann einen Brunnen an der Ecke Oberer/Unterer Bürglaß vor dem Tabakgeschäft Frost Im Bereich zwischen dem alten Herrenhof und des ehemaligen Kommunbrauhauses
... wenn es weiterhin so zwischen arm und reich sich spaltet entsteht das tor auch wieder, wird dann die offizielle grenze zum festungsberg, wo wir normalsterblichen dann irgendwann net mehr laufen dürfen, weil sich der geldadel zu recht fürchtet!
An den Brunnen kann ich mich noch erinnern (vor dem jetzigen Tabakgeschäft); dort befand sich auch eine Wirtschaft (bekannt unter "Schräger Otto"). Übrigens die Hausnummern beginnen in der Regel immer vom Stadtinnern d. h., vom Rathaus aus gesehen (beginnend mit Nr. 1). Bei anderer Nummerierung kann davon ausgegangen werden, dass eine direkte Verbindung zu Innenstadt nicht bestanden hat und erst durch Gebäudeabriss entstanden ist. Jürgen
Das war nicht immer so. Früher lebten die Reichen auch auf dem Oberen Bürglaß. Hier einige Beispiele:
Oberer Bürglaß 2 (ehemaliges Kyrill-Palais) Hausbesitzer: (1850: Emil Freiherr von Pawel-Rammingen, Coburger Staatsrat) (1870: Rittmeister von Gruschwitz) (1890: Alfred Duke Of Edinburgh) (1924: Victoria Melitta, Großfürstin von Rußland)
Oberer Bürglaß 5 (1895: Adolf Joel, Privatier) (1905: Otto Kirchhof, Komissionsrat)
Oberer Bürglaß 10 (1875: Georg Holzhey, Privatier) (1903: Herzogin Marie von Sachsen-Coburg und Gotha)
usw.
Man sieht der obere Bereich des Oberen Bürglaß (Vom Theater bis zur Einmündung Unterer Bürglaß war eine relativ reine Wohnstraße mit gutbetuchten Bewohnern)
Jürgen,das war unser "Türmle".Im ersten Stock war das große Zimmer.Heizmöglichkeit war vorhanden,aber leider keine Toilette und Wasseranschluß.Und wer mal mußte,der piselte einfach über die alte Stadtmauer.Da blieben manchmal an lauen Sommerabenden die Leute unten in der Schwarzen Allee stehen und wunderten sich,das es "plätscherte" aber nicht regenete! Das Turmzimmer stand leer und der "Schorsch" hat das damals für die Pfadfinder "an Land" gezogen.Zuerst waren auch dort Gruppenabende vorgesehen.Aber dann verlagerte sich das Ganze zur privaten"Kneipe" der Bauschüler.Einige waren Pfadfinder und am Politechnikum zusammen zum Studieren.Ulli(Neumerkel) kümmerte sich ums Türmle und machte da den "Wirt". Als dann das Studentenleben vorüber war,und das Kraftwerk und Callenberg für den BDP z.V.standen erlosch das Interesse an dem Turmzimmer.Oben hinter den Zinnen war ein Ziegelgedeckter Dachboden.Dort schürten dann irgendwelche Blöde Leute ein Feuer und damit war das Schicksal des Türmle besiegelt!-Hinzu kam,das die Durchfahrt für Busse hinauf zur Veste zu eng war!!!(Das damals keiner daran dachte ,die Busse wie heute über Waldsachsen zur Veste fahren zu lassen!??) Und das war letzendlich das Todesurteil für´s Bürglasstor.Es wurde abgerissen! Ob man es heute auch abreißen würde??
Hallo Gerd, dass diea einmal das "Türmle" war, ist mir schon bekannt gewesen. Nachfolgeort des "Türmle" war oder ist das Jean-Paul-Häuschen auf dem Judenberg (unter- halb des Minigolfplatzes). Die Zeiten nach dem Abriss des Bürglasstores hast Du etwas duircheinander gebracht: Als ich 1974 wieder nach Coburg zurück kam, war der BDP bereits aufgelöst (bis auf eine Gruppe in Berlin). Callenberg wurde im März oder April 1974 von der Herzoglichen Vermögensverwaltung (nach einem in Südwest - Namibia - gefassten Beschluss von Schorsch, Ghandi, Frosch, Bär, Scheich u. a. Beschluss) gepachtet. Auch das Kraftwerk kam später - dürfte bereits in den 80er Jahren gewesen sein, genauso wie Mittelberg. Peulendorf wurde bereits in den 70er Jahren gepachtet (existiert aber nicht mehr, der Verpächter hat es abgerissen). An allen diesen Objekten und am Stiefvater (wurde Anfang der 70er Jahre gebaut) habe ich auch mit "gewerkelt". Jürgen
Jürgen das stimmt leider nicht. Die Geschwister Treuner verkauften das Haus an einen gewissen Schindhelm. Dieser übernahm auch später das Bürgerbräustüble und war nebenher Chef eines Taxi-Unternehmens. Seine Taxen standen direkt vor dem Haus, dort wo heute der Parkplatz vor dem Chalet sich befindet. Die gegenwärtige Hausbesitzerin ist die Enkeltochter des oben genannten Schindhelm.
Jürgen,1969 war bei mir mit der Pfadfinderei Schluß.Dehalb sind mir spätere Aktivitäten nicht mehr so bekannt.Ich habe aber 1968 die Bäume für die erste Hütte am Stiefvater noch mit umgemacht.Da war damals noch ein Schuttplatz in Weißenbrunn a.F.und dort wurden Bäume gefällt und in Dörfles bei der Firma ?? in einer Lagerhalle die erste Hütte provisorisch aufgebaut,gekennzeichnet und dann wieder demontiert.Mittlerweile waren die Fundamente für die erste Hütte fertig und sie konnte errichtet werden.Bei den weiteren Hütten war ich aber schon nicht mehr dabei.