Klasse Christian! Meine Mutter hat sich - nachdem wir 55 nach Coburg gezogen waren - dort immer ihre Hüte machen lassen. Bei Seitz haben wir öfters eingekauft; das Geschäft (Engang) war neben Schneider. Das Spielwarengeschäft führte doch auch Modellbauartikel? Habe da mal für meinen Sohn (ca. 88/89) Zubehör für sein Segelflugzeug gekauft (übrigens VEDES war eine Einkaufsgemein-chaft, der sich verschiedene Läden angeschlossen hatten -ähnlch EDEKA usw. Soweit ich mich erinnern kann, war das Einkaufsbüro von VEDES in Coburg in der Badergasse). Jürgen
In diesem Haus hatte der Hofzahnarzt Dr. med. Hans Höfer seine Praxis. Er war Vorsitzender des Coburger "Vereins" und aktiv bei den Musikfreunden, der Dienstagsgesellschaft und dem VfB Coburg. Er erwanderte allwöchentlich mit den Coburger Wandervögeln das Coburger Land in dem er jeden Orchideen-Standort kannte. Durch sein gesellschaftliches Engagement war er sehr bekannt und beliebt bei den Coburgern.
Folgende Geschäfte waren in dem Haus zu finden, bzw. bestehen dort jetzt:
Spezialhandarbeitsgeschäft Marie Büchner Gaststätte Balkanstuben (eines der ersten griechischen Lokale Coburgs) Frankenapotheke Fotogeschäft Mitschke Notariat Dannecker & Heil
Auch gab es interessante Geschäfte, welche in dem Haus ansässig waren oder noch sind:
Glas-und Porzellanwarengeschäft Alfred Henne (Hoflieferant) Elektro-Trommer Jeans-Reuther dann war im kleinen Laden auch mal ne Metzgerei und ein Friseursalon zu finden. Heute ist dort ein chinesischer Schnellimbiss.
Es ist eines der wenigen Gebäude in der oberen Mohrenstraße, dessen Erdgeschoßfassade nicht durch die Modernisierung zerstört worden ist. (Siehe die beiden Atlanten beim Eingang zum Jeans-Reuther)
Das letzte Probst-Haus in der Mohrenstraße ist das Anwesen Nr. 30
In diesem Hause hatte der Hofjuwelier Willy Ganssen sein Geschäft. Er war auch einer der ersten Autofahrer Coburgs. Nach dem Zweiten Weltkrieg war hier lange Jahre der Radio-Riemann zu finden. Heute hat dort die Sparda-Bank ihren Sitz
Leider hat man, für die Probst´schen Häuser typischen Mittelerker in den 60er Jahren abgerissen. Daraus resultieren die etwas unpassend wirkenden Mittelfenster
Es ist auffallend das Probst nur die eine Seite der Mohrenstraße bebaute. Das hatte einen Grund. Die "Kaufhof-Seite) ist größtenteils vom Architekten Carl Grams bebaut worden. Er errichtete die Häuser Nr.21 bis 27.