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Dieses Thema hat 129 Antworten
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 Coburger Geschichte
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gerd Offline



Beiträge: 4.351
Punkte: 4.445

16.10.2012 07:17
#91 RE: :Kriegsende 1945 in Coburg Teil 2 Zitat · antworten

....in der Chronik von Sandner ist eine Luftaufnahme von der Innenstadt,die wahrscheinlich ein Amerikanischer Aufklärer gemacht hat(1945).
Da sind auf dem Marktplatz 2 aufgebrochene Behältnisse zu sehen, eben diese "Erdwälle".Es sollen lt Zeitzeugen
Löschwasser Becken gewesen sein,um hier für die gefährteten Gebäude unmittelbar am Markt Rathaus und Stadthaus
genügend Wasser zu haben falls es zu Bränden kommen sollte.
Es hatte sich ja gezeigt,das beim Beschuss zahlreiche Brände sich in der Stadt entwickelten,zu denen aber die Feuerpolizei (so hiess die Feuerwehr damals) wegen gesprengter Brücken nicht gelangen konnte.

Stammbus Offline



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16.10.2012 07:22
#92 RE: :Kriegsende 1945 in Coburg Teil 2 Zitat · antworten

Zitat von 2fast4u im Beitrag #128


Ich hab hier übrigends noch ein kleines Geheft, dass das Kriegsende im Coburger Umland, speziell im Rodacher Raum schildert. Hat mein Großvater (ehem. Bürgermeister meines Ortes) damals als Geschenk erhalten. Leider steht nichts direkt über Coburg dabei - aber Rodach hat es wohl den Bildern nach zu urteilen stellenweiße auch ganz hart erwischt.


Im Verhältnis wohl härter als Coburg, insbesondere die damals noch selbständigen Dörfer Roßfeld, Gauerstadt und Lempertshausen.

Das ist in den "Coburger Geschichtsblättern", April bis Juni 1995, eindrucksvoll beschrieben.

Christian Offline



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16.10.2012 08:51
#93 RE: :Kriegsende 1945 in Coburg Teil 2 Zitat · antworten

Gerade in dem von Stammbus angesprochenen Heft der Coburger Geschichtsblätter wird auch viel über Coburg berichtet. Teilweise findet sich dort auch seltenes Bildmaterial über zerstörte Häuser in Coburg wieder. Eine Liste der schwer- und total zerstörten Häuser in Coburg verfüge ich. Wem sie interessiert, ich kann sie gerne mal reinstellen.

2fast4u Offline




Beiträge: 95
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16.10.2012 11:42
#94 RE: :Kriegsende 1945 in Coburg Teil 2 Zitat · antworten

Immer nur her damit!
Ich kann leider nur mit Erzählungen, Truppenbewegungen und Zuständen der Ortschaften im Rodacher Raum dienen. Gehört aber wohl nicht ganz in diesen Thread.

Stammbus Offline



Beiträge: 1.471
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16.10.2012 11:43
#95 RE: :Kriegsende 1945 in Coburg Teil 2 Zitat · antworten

Aber es gibt ja eine Sektion "Das Coburger Umland".

Christian Offline



Beiträge: 5.563
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16.10.2012 12:44
#96 RE: :Kriegsende 1945 in Coburg Teil 2 Zitat · antworten

So ich kommt mal die Liste rein. Im Original ist sie dem Alphabet nach geordnet. Ich halte es aber für sinnvoller, wenn die Ordnung geographisch erfolgt.

Kommen wir zum ersten Zerstörungsschwerpunkt (Bereich Steinweg-Oberer Bürglaß-Allee)

Total zerstört: Allee 10, Steinweg 64, Oberer Bürglaß 40
Schwer beschädigt: Allee 5, Oberer Bürglaß 38, Steinweg 66, Heiligkreuzstaße 2

Nr. 2 (Bereich Mittlere Bahnhofstraße)

Total zerstört: Bahnhofstraße 28, 30 und 32
Schwer beschädigt: Bahnhofstraße 23, 26 und 27


Nr. 3 (Bereich Ecke Callenberger- Brückenstraße)

Total zerstört: Callenberger Straße 15
Schwer beschädigt: Brückenstraße 9 und 11.

Nr. 4 (Bereich: Ernstplatz-Viktoriabrunnen-Judengasse-Viktoriastraße)

Total zerstört: Ernstplatz 4, Kleine Judengasse 5.

Schwer beschädigt: Am Viktoriabrunnen 1 und 2, Kleine Judengasse 1, 3 und 7

Nr. 5 (Bereich: Goethestraße)

Total zerstört: Goethestraße 6, 8 und 13.
Schwer beschädigt: keine

Nr. 6 (Bereich: Ecke Heiligkreuz- und Wiesenstraße)

Total zerstört: Heiligkreuzstraße 22 und 24
Schwer beschädigt: Heiligkreuzstraße 28 und 31, Wiesenstraße 1

Weiter geht es erst heute Abend wieder,-)

alter Coburger Offline



Beiträge: 244
Punkte: 277

16.10.2012 14:27
#97 RE: :Kriegsende 1945 in Coburg Teil 4 Zitat · antworten

Das Jahr 1947
Es war gut, dass wir uns im, vergangene Jahr über mit Holz zum heizen eingedeckt hatten, denn im Dezember 1946 begann der kälteste Winter in Mitteleuropa seit Jahren und er dauerte bis in den März hinein. An den Fensterscheiben der Schlafzimmer, (die natürlich nie beheizt wurden), waren früh dicke Eisschichten. Der Atem von der Nacht war an der Zudecke gefroren. Ohne Wärmflaschen konnte man unmöglich einschlafen, meist wurde auch im Bett noch ein Pullover oder sonstiges übergezogen.
Versorgung mit Kohlen war rationiert und die Mengen viel zu klein. In unserer Nachbarschaft wohne ein Lokführer, der die Strecke Coburg - Neustadt gefahren ist, im vorbei fahren hat er meist ein paar Schaufeln Kohlen auf den Bahndamm geworfen und wir Kinder haben sie aufgesammelt
Zu dem Hunger, der unser Leben immer noch beherrschte kam auch noch die Kälte. Es war eine schwere Zeit die wohl keiner der sie erlebt hat je vergessen konnte. Sie wird immer ein Teil der Vergangenheit und der Geschichte bleiben.
Langsam wurde es etwas aber besser, Der Verwaltungsapparat funktionierte wieder einigermaßen. Die Militärregierung erlaubte es Parteien zu gründen.
Im September 1947 wurde Hans Ehhardt von der CSU und der SPD zum Ministerpräsidenten von Bayern gewählt.
Es war ja nicht so einfach, wer in der Nationalsozialistischen Verwaltung war, war meist auch Mitglied einer Nationalsozialistischen Partei und musste erst einmal entnazifiziert werden.
Es ist ja nicht möglich einen Richter oder höheren Beamten so einfach gegen einen Arbeiter zu ersetzen. Auch Polizei war wieder vermehrt auf den Straßen, was sehr beruhigend war.
Seit Hebst 1946 besuchte ich den Konfirmandenunterricht und Ostern 1947 wurde ich konfirmiert, aber das war kein Fest wie man es sich heute vorstellt. Nur mit Mühe und unter vorhergegangenen Entbehrungen war es uns möglich diesen Tag einigermaßen zu feiern. Für den Kuchen verwendete unsere Mutter Bucheckern, die wir im Herbst gesammelt hatten. Dazu gab es Muckefuck, so nannten die Bürger dieses Getränk. (ein ganz leckerer Kaffe, schüttel!!) aber es gab ja nichts anderes.
Auch die Geschenke waren sehr bescheiden, drei Taschentücher oder ein Taschenmesser, die Mädchen meist eine Sammeltasse und auch viele Taschentücher.
Wenn ich daran denke was die Kinder heute bekommen und oft dabei auch noch unzufrieden sind, was waren wir bescheiden.
Wir bekamen zwar Lebensmittelmarken für Fleisch, Fett, Brot, und sonstige Nahrungsmittel.
Aber ohne Lebensmittelmarken deren Rationen auch weiterhin viel zu gering waren, um sich satt essen zu können bekam man in den Geschäften nichts zu Kaufen.
Es blühte deshalb auch weiterhin der Schwarzmarkt dafür brauchte man aber Tauschwaren wie Zigaretten oder Schmuckstücke , Teppiche, usw. eine Amerikanische Zigarette war 5.- RM wert,
Für einen Herrenanzug bekam man zirka 10 Pfund Speck. Wer nichts zum Tauschen hatte, musste auch weiterhin über die Dörfer ziehen und bei den Bauern betteln gehen.
Im Laufe des Jahreskreises kam die Getreideernte und für uns das sehr mühsame Ährenlesen.
Da das Getreide noch mit der Hand, oder bei etwas größeren Bauern mit der Mähmaschine gemäht wurde, um es zum trocknen in Garben zu binden und dann zu Puppen auszustellen, blieben doch so einige Ähren auf dem Acker liegen. Zu Hause wurden die Ähren in einen Sack gesteckt und mit einem Knüppel gedroschen. Im Wind wurde dann die Spreu von den Körnern getrennt, um die Körner dann anschließend in der Kaffemühle zu mahlen. Meist wurde aus den grob gemahlenen Getreide eine Suppe gekocht, welche wenn wir Glück hatten und beim Metzger etwas Wurstsuppe bekommen haben gar nicht so schlecht geschmeckt hat. Ein Stück Fleisch in der Suppe kannten wir nicht.
Um so eine Kanne Wurstsuppe zu bekommen musste man sich schon sehr lange, bevor sie ausgegeben wurde anstellen. Unsere Eltern verbrachten generell sehr viel Zeit damit, wegen Lebensmittel anzustehen. Es gab immer lange Schlagen, und wenn man dran war konnte es basieren, das keine Ware mehr da war.
Dann kam das Blaubeersuchen und anschließend das Kartoffelstoppeln. Das heißt, wir gingen wenn das Feld abgeerntet war mit unseren Hacken auf das Feld, um die liegengebliebenen oder noch in der Erde steckenden Kartoffel zu finden und einzusammeln. Auch eine ebenfalls sehr mühsame Arbeit. Aber dafür konnten wir uns endlich einmal wieder satt essen, auch wenn es nur Kartoffel mit Salz oder wenn wir Glück hatten mit Quark war.
Wenn wir einmal Zuckerrüben gefunden oder manchmal auf einem Feld auch ein Paar mitgehen haben lassen, wurde daraus ein Rübensirup gekocht. ( lecker!!)
Genau wie im vergangenen Jahr, war im Sommer und bis in den Herbst hinein, bei schönem Wetter am Wochenende Holztag. Der nächste Winter würde bestimmt kommen und wir wollten ja nicht frieren Wie so ein Holztag aussah, habe ich ja schon beschrieben! Es war für uns immer ein schwerer Tag , denn wir hätten gerne etwas anders unternommen.
Die Bauern waren in den Hungerjahren die Gewinner und konnten sich vieles leisten, für Nahrungsmittel wurde fast jeder Preis bezahlt. Aber sie lebten auch oft gefährlich, denn nicht selten wurden einsame Bauernhöfe überfallen um Speck, Fleisch und Wurst als Beute mitzunehmen. Der Sommer 1947 war sehr trocken, sodass die Ernte auch geringer war.
Es kam auch die Zeit, das unser Vater einen Hasenstall baute, um uns ein paar Stallhasen anzuschaffen, denn auch wir hätten gerne einmal an einem Sonntag einen Hasenbraten gegessen. Aber wie das so ist im Leben, vor den Genuss, kommt erst einmal die Arbeit. Da wir keine Wiese hatten, mussten wir jeden Tag Hasenfutter suchen gehen. Mit einem Sack und einer Sichel zogen wir los und kein Flecken Klee oder ein Milchstock war vor uns sicher. Leider gab es damals nicht so viele Milchstöcke, die kamen damals gar nicht erst zum blühen. Groß war unsere Freude, als zum ersten Mal ein Hasenbraten mit Klößen auf dem Tisch stand, es war wie Weihnachten und Ostern zusammen.
Der Ernst des Lebens begann im Herbst 1947 war es dann soweit und ich musste eine Lehre antreten.Lehrstellen zu finden, war damals nicht einfach. Auch ich konnte nicht das lernen, was meine Wunschvorstellung war, die Arbeitszeit betrug 45 Stunden in der Woche, auch Samstags mussten wir bis 14.00 Uhr arbeiten und als Lohn bekamen wir im ersten Lehrjahr 10.- Reichsmark in der Woche. Da wir natürlich kein Fahrrad hatten, mussten wir sehr weit zur Arbeit laufen, was auch wieder von unserer Freizeit abging.
Aber da es ja fast alle betroffen hat war das für uns selbstverständlich.
Weihnachten war wie die Jahre vorher sehr bescheiden, nur hatten wir Dank der Hasen in diesem Jahr wenigstens einen Festtagsbraten.

Christian Offline



Beiträge: 5.563
Punkte: 5.749

16.10.2012 22:38
#98 RE: :Kriegsende 1945 in Coburg Teil 2 Zitat · antworten

Nr. 7 (Bereich Kanonenweg - Ecke Blumenstraße)

Total zerstört: Kanonenweg 15
Schwer beschädigt: Kanonenweg 22a, Blumenstraße 20, 21a, 24.

Nr. 8 (Bereich Ketschentor - Landgericht)

Total zerstört: Ketschendorfer Straße 1
Schwer beschädigt: Ketschengasse 56

Nr. 9 (Bereich Kreuzwehr- Ecke Lossaustraße)

Total zerstört: Lossaustraße 6, 11, 11a, Kreuzwehrstraße 28
Schwer beschädigt: Kreuzwehrstraße 20, Lossaustraße 14a, 15.

Nr. 10 (Bereich Sonntagsanger - Neuer Weg - Plattenäcker)

Total zerstört: Neuer Weg 9, Plattenäcker 2 und 3, Sonntagsanger 11.
Schwer beschädigt: Sonntagsanger 1.

Nr. 11 (Bereich Seifartshofstraße)

Total zerstört: Seifartshofstraße 10, 12, 14, 22, 26
Schwer beschädigt: Seifartshofstraße 7a, 16, 20, 24, 25, 34, Mohrenstraße 15

Nr. 12 (Bereich: Theatergasse - Große Johannisgasse - Salzmarkt)

Total zerstört: Theatergasse 2, 3
Schwer beschädigt: Große Johannisgasse 4, 5, 6, Theatergasse 1, 4, 5, Salzmarkt 1 und 3.

Nr. 13 (Bereich Bürglaß)
Total zerstört: Unterer Bürglaß 9
Schwer beschädigt: Oberer Bürglaß 1, 7, 28, Unterer Bürglaß 3 und 7.

Nr. 14 (Bereich Veste Coburg, totale Zerstörungen)

Nr. 15 (Bereich Walkmühlgasse / Webergasse)

Total zerstört: Walkmühlgasse 2, 4, 6, 10, Webergasse 22a, 24
Schwer beschädigt: Walkmühlgasse 16, 18.

Nr. 16 (Bereich Zinkenwehr)

Total zerstört: Zinkenwehr 4, 30.
schwer beschädigt: Zinkenwehr 1, 32.

Ende.

Phoenician Offline



Beiträge: 219
Punkte: 218

17.10.2012 05:33
#99 RE: :Kriegsende 1945 in Coburg Teil 4 Zitat · antworten

@alter Coburger: Deine interessanten, ausfuehrlichen Berichte ueber das Leben in der Nachkriegszeit haben bei mir weitere Erinnerungen geweckt. Auch wir haben Fallobst aufgelesen. Die Fallaepfel, die zum groessten Teil alle wurmig waren, wurden geschaelt, in Scheiben geschnitten, auf einen Faden gezogen und auf dem Boden unterm Dach getrocknet. Aus den Apfelschalen wurde Tee gekocht. Wir haben auch Blaubeeren und Hoelberle gesucht und aus Heckenrosenhiften Marmelade gemacht.

Im Winter 1947 wurden wir eine Zeitlang in der Rueckertschule unterrichtet, weil es in der Heiligkreuzschule an Heizmaterial gefehlt hat. Die Grossmutter meiner Freundin hat damals wegen Mangel an Heizmaterial Moebel, u.a. einen antiken Serviertisch, zerhackt und dann verbrannt.

Im Steinweg am Eck, wo es zur Badergasse runtergeht, befand sich die Tauschzentrale, wo man Dinge, die man entbehren konnte, gegen etwas tauschen konnte, was man brauchte. Ich erinnere mich, dass damals ein schwarzer Ledermantel im Schaufenster ausgestellt war, den jemand zum Tausch gebracht hatte.

Fleisch war knapp und ab und zu hat meine Mutter Pferdefleisch beim Pferdeschlachter Wittig in der Brueckenstrasse gekauft. Das Fleisch war sehr zaeh, die Pferdeplockwurst allerdings war nicht schlecht.

In dem heissen Sommer (1946 oder 1947?) wurde sogar das Wasser rationiert. Es lief nur stundenweise aus der Leitung, und man hat dann alle vorhandenen Toepfe, Kannen und Eimer mit Wasser gefuellt und fuer spaeter aufgehoben. Die beiden riesigen Metallkannen, die mein Grossvater vom Proviantlager hat mitgehen lassen, haben da gute Dienste geleistet. Manchmal kam auch ein Tankwagen mit Wasser vorbei, wo man sich Wasser holen konnte. Meine Freundin hat erzaehlt, dass sie, wenn es mal wieder kein Wasser gab, mit Eimern und Kannen von der Seidmannsdorfer Strasse oben bis runter zum Rueckertbrunnen gelaufen sind, um sich dort Wasser zu holen.

Sag mal, alter Coburger, habt ihr keine Angst gehabt, erwischt zu werden, wenn ihr duerre Baeume umgemacht habt? Man durfte doch damals nur Holz auflesen, das auf dem Boden lag.... Wir haben rucksackweise Tannenzapfen vom Lauterberg heimgeschafft. Einen Handwagen besassen wir leider nicht.

alter Coburger Offline



Beiträge: 244
Punkte: 277

17.10.2012 14:15
#100 RE: :Kriegsende 1945 in Coburg Teil 4 Zitat · antworten

Sag mal, alter Coburger, habt ihr keine Angst gehabt, erwischt zu werden, wenn ihr duerre Baeume umgemacht habt? Man durfte doch damals nur Holz auflesen, das auf dem Boden lag.... Wir haben rucksackweise Tannenzapfen vom Lauterberg heimgeschafft. Einen Handwagen besassen wir leider nicht.

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Hallo Phoenician
Man brauchte, um in den Staatsforst zum Holz holen, einen Holzleseschein, den man im Fostamt gegen ein Entgelt bekommen hat. Den hatten wir und nach meinen Erinnerungen durfte man dann auch Dürre Bäume die zu einer gewissen Stärke um machen. Ich glaube es waren so zirka 10cm. Der galt aber nur für den Staatsforst, nicht für Privatwald. Staatswald gab es aber nur in Richtung Callenberg und Mährenhausen. Deswegen hatten wir ja auch so eine lange Anfahrt. Ich weiß nun nicht wie gut du dich in Coburg und Umgebung auskennst aber bis Beiersdorf waren es von und aus schon einmal 2-3 KM.Dann ein ganzes Stück die Wildbahn Richtung Mährenhausen. Da kamen leicht 5 Km zusammen. Nun einen Handwagen hatten wir zu dieser Zeit dann schon, aber der hatte keine Gummiräder,nein die gab es zu dieser Zeit noch nicht. Es waren Holzräder mit Eisenreifen und es gab ab Beiersdorf auch keine geteerte Straße das was ein Schotterweg. Der Holztag war für uns alle sehr sehr anstrengend.
Nun wir haben natürlich auch dicke Äste gesammelt,unser Vater war da sehr erfinderisch, er hat zwei Stangen je zirka 1,50m so gemacht, das man sie mit einer Hülse zu einer langen Stange verbinden konnte. An der einen wurde im Wald vorne eine kleine Säge befestigt, mit der man dann auch schon einmal einen dicken Ast der etwas höher hing absägen konnte.
Man musste in dieser Zeit sehr erfinderisch sein in allen Dingen.
Ich gebe ja zu die Grenzen zwischen Staatsfort und privat Wald konnten wir oft nicht unterscheiden,wenn da zufällig ein dürrer Baum war.Auch wenn da einmal ein Baum etwas dicker war, der wurde im Wagen gut versteckt. Aber ich kann mich nicht erinnern, das wir einmal kontrolliert wurden.
Es war eine sehr harte Zeit,manchmal frage ich mich, wie wir das alles neben der Arbeit überhaupt geschafft haben.
Grüße alter Coburger

faraway Offline




Beiträge: 1.235
Punkte: 1.243

23.10.2012 20:14
#101 RE: :Kriegsende 1945 in Coburg Teil 3 Zitat · antworten

@ alter Coburger,

bin endlich dazu gekommen Deine Beitraege ueber das Kriegsende zu lesen. Auch fuer mich hat es Erinnerungen aufleben lassen.
Sehr gut erinnere ich mich noch an die Schulspeisung. Am besten waren der Kakao mit Broetchen und die Erbsensuppe. Ich seh noch den grossen Kessel im Schulhof stehen aus dem das dann geschoepft wurde.

Gruss,

Angelika

faraway Offline




Beiträge: 1.235
Punkte: 1.243

23.10.2012 21:55
#102 RE: :Kriegsende 1945 in Coburg Teil 2 Zitat · antworten

Zitat von gerd im Beitrag #113
kann ich momentan leider nicht darauf zurück greifen...das Buch ist z.Zt. auf "Weltreise" in Montana


Hier das Kapitel ueber die weisse Fahne auf der Veste. Zu lesen in

"Hitlers Herzog" - Autor: Harald Sandner

Angelika

Coburger1 ( gelöscht )
Beiträge:

28.10.2012 08:33
#103 RE: :Kriegsende 1945 in Coburg Teil 2 Zitat · antworten

Zitat von faraway im Beitrag #136
Zitat von gerd im Beitrag #113
kann ich momentan leider nicht darauf zurück greifen...das Buch ist z.Zt. auf "Weltreise" in Montana

Hier das Kapitel ueber die weisse Fahne auf der Veste. Zu lesen in
"Hitlers Herzog" - Autor: Harald Sandner


@Christian/Admin: die Nutzerin "faraway/Angelika" hat keine Genehmigung, Teile meines Buches (ich bin der ehemalige Account "Autor") online ins Internet zu stellen.
Ich bitte daher um unverzügliche Entfernung des PDF-Dateianhanges in ihrem Posting vom 23.10.2012 21:55 Uhr und gehe davon aus, dass Sie als Admin zukünftig derartiges selbstständig vornehmen werden.

Ist beides sichergestellt, können sie meinen Account wieder löschen, danke.


Dann benötige ich eine Erklärung von Ihnen, ob sie generell die Erlaubnis erteilen, dass Inhalte ihrer Bücher, nach vorheriger Rücksprache, im Coburg-Magazin-Forum mit Angabe der Quelle veröffentlicht werden dürfen.

Coburger1 ( gelöscht )
Beiträge:

28.10.2012 09:53
#104 RE: :Kriegsende 1945 in Coburg Teil 2 Zitat · antworten

Durch Zufall bekomme ich mit, dass Sie nicht in einem separaten neuen Beitrag geantwortet haben, sondern Ihre Frage in meinem Beitrag eingefügt haben. Diese Vorgehensweise halte ich gelinde gesagt für bedenklich, da hierdurch Textmanipulationen möglich sind. Generell habe ich mich aus diesem Forum mit der bekannten Begründung abmelden lassen.

Eine über das Zitatrecht mit Quellenangabe hinausgehende Erlaubnis, meine Bücher oder Auszüge davon inkl. der evt. davon berührten Bildrechte einzuscannen habe ich niemandem erteilt und werde ich niemanden erteilen!

Christian Offline



Beiträge: 5.563
Punkte: 5.749

28.10.2012 09:56
#105 RE: :Kriegsende 1945 in Coburg Teil 2 Zitat · antworten

Vielen Dank für die Klarstellung. Damit weiß jeder Forumsteilnehmer wie er dran ist.

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